Gestatten, Business-Master!

8. July 2008 | Von Achim Broß | Kategorie: Best Practice

Die Abkürzung lautet „MBA“ und steht für „Master of Business Administration“. Während MBA-Programme in der englischsprachigen Welt der Weiterbildung bereits seit Jahrzehnten bekannt sind, hält das Business-Zweitstudium allmählich auch in Deutschland Einzug. Angesichts von Bologna-Prozess und Hoschulreformen springen immer mehr Universitäten und Fachhochschulen auf den Zug auf. Sie buhlem um Absolventen, die willig sind nochmal die Schulbank zu drücken und sich Wirtschafts-Know-How anzueignen oder aufzufrischen, damit sie für kommende Management-Aufgaben gerüstet sind. Auch die deutschen Unternehmen erkennen zunehmend den Wert dieser Programme und arbeiten aktiv mit den Hochschulen zusammen.

Die Unterschiede hinsichtlich der Programme und Anbieter sind dabei recht groß. Sie betreffen dabei erst einmal die Zielgruppe und die Organisation des Studiums. Auf dem recht unübersichtlichen MBA-Markt kann man grundsätzlich die Programme für „young professionals“ mit nur wenig Berufserfahrung von denen unterscheiden, die sich explizit an Manager mit mehrjähriger Berufserfahrung richten – sogenannte Executive-Programme. In jedem Fall ist das Ziel eines MBA-Studiums, seine eigenen Karrierechancen zu erhöhen.

Ein MBA-Interessent sollte sich dabei im Vorfeld in privater und beruflicher Hinsicht überlegen, wieviel zeitliche und finanzielle Ressourcen er investieren kann und will. So gibt es MBA-Programme, die am Wochenende (meist Freitag und Samstag) stattfinden und es somit ermöglichen, seinem Job zumindest vier Tage in der Woche nachzugehen. Trotzdem muss auch noch Zeit eingeplant werden, um den Lernstoff zu wiederholen. Andere Programme wiederum sind so konzipiert, dass sie unter der Woche stattfinden. Hier stellen meist die Unternehmen ihre Mitarbeiter frei.

Darüber hinaus spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Die Studiengebühren variieren dabei von wenigen Tausend Euro bis zu hunderttausend Euro. Doch wie kann man erkennen, ob der Preis gleichbedeutend mit Qualität ist? Im MBA-Markt kommt den Akkreditierungen eine entscheidende Rolle zu, die bekanntesten sind hierbei das amerikanische Siegel AACBS (Association to Advance Collegiate Schools of Business), das europäische EQUIS (European Quality Improvement System) sowie der britische Zertifizierer AMBA (Association of MBAs). Sie bieten demjenigen, der sich für einen MBA entscheidet, eine wichtige Orientierungshilfe. Darüber hinaus gibt es Rankings in der Wirtschaftspresse (Financial Times, Handelsblatt), die die verschiedenen Anbieter vergleichen und in punkto Qualität und Preis-Leistung ordnen. Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, ein MBA-Studium zu besuchen, dem bietet sich als erste Anlaufstelle ein Besuch auf einer MBA-Messe an. Die bekannteste dieser „Fairs“ ist die World MBA-Tour, die auch in Deutschland Station macht: Am 29. Oktober in München und am 1. November in Frankfurt a.M.

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